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Warum Apple RIM Blackberry kaufen sollte

Warum Apple RIM Blackberry kaufen sollte

Im letzten Blog RIM Blackberry Zukunft haben wir über die Prototypen für die nächste Blackberry-Generation sowie über die Zukunft des angeschlagenen Anbieters RIM (Research In Motion) berichtet. Heute gehen wir auf die Frage ein, warum sich für Apple und die Geräte iPhone und iPad ein Kauf von RIM lohnen würde. Und wovon Anwender des iPhone und iPads profitieren würden.

Warum macht für Apple der Kauf von RIM Sinn?

RIM steckt bereits seit einiger Zeit in einer schweren Krise und musste viele Mitarbeiter entlassen. Langjährige Kunden fragen sich, ob sie noch einen Blackberry kaufen sollen.  Apple ist mit seinen Geräten iPhone und iPad sehr erfolgreich. Warum sollte Apple ausgerechnet RIM kaufen?

Geräte auf Basis von Google’s Betriebssystem Android holen auf und gewinnen weiter Marktanteile hinzu. Und Apple verliert zunehmend Mehrwerte im Vergleich zu den Smartphones und Tablets auf Basis von Google Android. Zwar ist die Usability von iPhone und iPad bis heute unerreicht, doch selbst für Firmen verschwinden die Mehrwerte für den Einsatz im Business immer mehr.

Schwächen von iPhone und iPad

Bis heute hat das iPhone sowie das iPad einige Schwächen im Business Einsatz für Geschäftsleute in Firmenumgebungen (Enterprise). Anstelle den Rahmen dieses Blogs zu sprengen und die Nachteile aufzuzählen konzentrieren wir uns lieber auf die Mehrwerte, die Apple durch den Kauf von RIM generieren könnte. Denn bei allen Problemen von RIM mit antiquierten Geräten, fehlender Innovationen bei Touchscreen Displays und einem veralteten Betriebssystem, der Blackberry hat bis heute Alleinstellungsmerkmale, die einen Einsatz im Geschäftsalltag wichtig sind.

Mehrwerte von RIM Blackberry

Stellvertretend für die Alleinstellungsmerkmale von Blackberry nennen wir an dieser Stelle folgende Mehrwerte:

1. Enterprise Architektur

Die vom kanadischen Unternehmen RIM (Research In Motion) entwickelte Lösung für die drahtlose Kommunikation und Verwaltung persönlicher Daten (Personal Information Manager) umfasst nicht nur eine Serie von Endgeräten (Blackberry Smartphones), sondern darüber hinaus eine Client-Server-Architektur und ein proprietäres Protokoll zwischen Clients und Servern von RIM.

Größere Firmen nutzen den Blackberry® Enterprise Server, kurz BES. Der BlackBerry Enterprise Server verbindet BlackBerry Smartphones über ein sicheres Netzwerk mit dem E-Mail-Server und den Unternehmens-Applikationen. Mitarbeiter bleiben mobil erreichbar und können nahezu überall arbeiten. Einige Funktionen und Mehrwerte vom BlackBerry Enterprise Server sind:

  • Moderne Sicherheitsfunktionen, denn der BlackBerry® Enterprise Server stellt die Übertragung sensibler Informationen in einer geschützten Umgebung sicher
  • Remote Device Management ermöglicht die Fernverwaltung der Smartphones ohne Beeinträchtigung des normalen Geschäftsbetriebs
  • Zentrales Software-Management für umfassende Sicherheitsfunktionen und flexible Benutzerberechtigungen: Tools zum Planen und Pushen von Geräte-Software-Updates, Applikationen und mehr als 500 IT-Richtlinien. So kann der Administrator Benutzerberechtigungen und die Verteilung von sensiblen Informationen steuern und kontrollieren. BlackBerry erlaubt die Verschlüsselung mit Advanced Encryption Support (AES) sowie Triple Data Encryption Support (Triple DES)
  • Optimale Skalierbarkeit, so wächst die BlackBerry Solution mit dem Unternehmen. BlackBerry unterstützt Benutzergruppen mit bis zu 2.000 Nutzer pro Server und im Bedarfsfall können weitere Server hinzugefügt werden
  • Mobile Zusammenarbeit durch automatisierte Synchronisation von Firmendaten wie E-Mail, Kalender etc. für einen zuverlässigen mobilen Zugriff auf aktuelle Informationen

2. BlackBerry E-Mail Push-Technologie

Die BlackBerry Push-Technologie und das Enterprise Instant Messaging ermöglichen ein verzögerungsfreies kommunizieren. Die Mitarbeiter sind nicht nur im Büro, sondern auch unterwegs immer mobil erreichbar.

Im Gegensatz zu den Funktionen bei iPhone und iPad handelt es sich beim BlackBerry um eine echte Push-Technologie. Es gibt einige Tricks, für eine spezielle E-Mailadresse auch beim iPhone und iPad zügig seine eMails zu erhalten (z.B. über MobileMe, Yahoo oder GMail), die Push-Technologie von BlackBerry ist funktioniert jedoch bei allen E-Mailadressen und ist der Apple Technologie weit überlegen. Und wer will schon, dass seine geschäftlichen E-Mails über einen anderen Provider laufen.

Für die meisten E-Mailacconts muss beim iPhone und iPad ein Zeitintervall eingestellt werden, nach der die Apple Geräte das E-Mailkonto per POP3 oder IMAP abrufen. Das iPhone holt die E-Mails z.B. alle 15 Minuten vom Server ab und bekommt sie nicht gepusht. Das ist nicht nur langsamer als beim BlackBerry und erschwert die Kommunikation auf Geschäftsebene, sondern kostet darüber hinaus auch mehr Strom. Die Akkulaufzeit des Gerätes verringert sich deutlich.

3. Enterprise Instant Messaging

Der BlackBerry® Messenger ist neben der Push Technologie eine der großen Stärken der BlackBerry Infrastruktur und damit ein Grund, warum viele Unternehmen BlackBerry trotz der antiquierten BlackBerry Endgeräten so lange die Treue gehalten haben. Der BlackBerry® Messenger ermöglicht Kommunizieren in Echtzeit. Die Alleinstellungsmerkmale des BlackBerry Messenger sind:

  • Sendebestätigung: Durch die Sendebestätigung ist ersichtlich, ob und wann Ihre Mitteilungen versendet und gelesen wurden. Instant Messanger wie z.B. WhatsApp zeigen zwar an, ob die Nachricht übermittelt wurde. Der Sender erfährt jedoch nicht, ob seine Nachricht bereits gelesen wurde
  • Gruppen: BlackBerry Groups erlaubt, verschiedene Gruppen für Menschen mit speziellen Interessen wie Freunde, Familie oder  Kollegen anzulegen
  • Statusupdates: Der BBM-Statusupdate zeigt aktuelle Aufenthaltsorte (Standort als BBM-Profilnachricht), Links u.v.m. von mit BBM verbundenen Apps an.
  • Facebook- und Twitter-Integration ermöglicht das Posten des BBM Status in sozialen Netzwerken

Ein Instant Messanger für das iPhone, der über diese Mehrwerte des BlackBerry Messenger verfügt, ich würde ich sofort kaufen. Wenn Apple daraus noch einen Multi Messanger machen würde, der zusätzlich andere verbreitete Messanger (womöglich bisher proprietäre Systeme wie WhatsApp und LiveProfile) unterstützt, wer könnte dazu beim Kauf des nächsten Smartphones nein sagen?

4. Akkulaufzeit

Ich liebe mein iPhone, doch die Akkulaufzeit des iPhones ist ein Witz. Wie bei Punkt 2. BlackBerry E-Mail Push-Technologie dargestellt verhilft die Enterprise Architektur dem BlackBerry zu einer längeren Akkulaufzeit. Wie schön wäre doch ein iPhone, dass ohne Zusatzakku eine ähnliche Laufzeit wie das iPad hat.

Zusammenfassung

RIM ist mit den aktuellen BlackBerry Endgeräten in der Krise, weil die BlackBerrys nicht mehr den Erwartungen vieler Kunden für ein modernes Smartphone entsprechen. Doch die dahinterstehende BlackBerry Technologie und Architektur ist bis heute unerreicht. Aufgrund der derzeitigen Situation bei RIM sollte eine Übernahme zu einem günstigen Preis möglich sein.

Mit der Technologie von BlackBerry hätte Apple die Chance, mit echten Mehrwerten nicht nur für Businesskunden den Abstand zu Smartphones und Tablet auf Basis von Google Android für längere Zeit zu vergrößern. Ich benötige kein noch schnelleres iPhone oder iPad mit einer noch höheren Auflösung und weiteren nice to have Features, ich träume von einem wirklich Business tauglichen iPhone und iPad.

Wie sagte bereits Martin Luther King bei seiner berühmten Rede: “I Have a Dream …”

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Oliver Müller-Marc ist Marketing- und Vertriebsmann aus Leidenschaft, Herausgeber des Blogs 9PT und Gründer der Unternehmensberatung enseGO. Er liebt das Internet, Sport, Kochen, guten Wein und jede Menge schwarzen Kaffee aus der Siebträgermaschine.

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